
Telekom FTTH: Vom Integrations-Chaos zur agilen Microservice-Architektur

Time-to-Market für neue Features dank agiler Microservice-Architektur
Reduktion der Komplexität in der Integration Suite durch Refactoring
Zukunftssichere, entkoppelte Plattform als Basis für den FTTH-Rollout
Die Herausforderung
Die Telekom stand vor einer kritischen Modernisierungsaufgabe für ihr FTTH-Geschäft: Der Wechsel von der alten SAP C4C (V1) zur neuen Sales Cloud V2 war unumgänglich, um agil zu bleiben. Doch das Projekt war durch eine massive Altlast blockiert.
- Monolithische Integrationsschicht: Über Jahre wurde die SAP Integration Suite nicht nur für die reine Datenintegration, sondern auch für unzählige fachliche Prozesse und Geschäftslogik missbraucht.
- Hohe technische Schuld: Diese Zweckentfremdung führte zu einer extrem komplexen und undurchsichtigen Architektur. Jede Änderung war riskant und aufwendig.
- Migrationsblockade: Eine einfache Migration auf die Sales Cloud V2 war unmöglich. Man hätte das gesamte Integrations-Chaos mitgeschleppt, was die Vorteile der neuen Plattform zunichtegemacht hätte.
- Mangelnde Agilität: Die starre Architektur verhinderte die schnelle Einführung neuer Produkte oder die Anpassung von Vertriebsprozessen, was für den dynamischen FTTH-Markt ein grosses Hemmnis war.
Es brauchte einen Partner, der nicht nur die Symptome bekämpft, sondern die zugrundeliegende architektonische Krankheit heilt.
Die Lösung
Unser Ansatz war primär strategisch und architektonisch. Anstatt eine direkte Migration zu versuchen, haben wir das Problem an der Wurzel gepackt.
- Strategische Entflechtung: Zuerst analysierten wir die überladene Integration Suite und identifizierten alle fachlichen Prozesse, die dort fälschlicherweise implementiert waren.
- Konzeption der Microservice-Architektur: Wir entwarfen eine neue, entkoppelte Zielarchitektur. Die ausgelagerte Geschäftslogik wurde in eigenständige, saubere Microservices auf der SAP Business Technology Platform (BTP) überführt.
- Geführte Migration: Erst nachdem diese saubere Grundlage geschaffen war, begleiteten wir die eigentliche Migration zur Sales Cloud V2. Die neue Plattform wurde nicht an das alte Chaos, sondern an die neue, saubere Microservice-Landschaft angebunden.
- Beratung und Implementierung aus einer Hand: Wir übernahmen sowohl die konzeptionelle Führungsrolle als auch die operative Umsetzung, um sicherzustellen, dass die architektonische Vision präzise realisiert wird.
Wir haben die Bremsen gelöst, bevor wir aufs Gaspedal getreten sind.
Die Ergebnisse
Durch die grundlegende Sanierung der Architektur hat die Telekom FTTH-Einheit weit mehr als nur ein System-Update erhalten.
- Echte Agilität: Neue Features und Prozesse können nun schnell in dedizierten Microservices entwickelt und ausgerollt werden, ohne die gesamte Plattform zu gefährden. Das Time-to-Market wurde halbiert.
- Beseitigung der technischen Schuld: Die Integration Suite erfüllt nun wieder ihren eigentlichen Zweck. Die Systemlandschaft ist sauber, wartbar und transparent.
- Zukunftssichere Plattform: Die entkoppelte Architektur ermöglicht es der Telekom, flexibel auf zukünftige Anforderungen zu reagieren und neue Technologien einfach zu integrieren.
- Erfolgreiche V2-Migration: Die Migration zur Sales Cloud V2 konnte reibungslos und erfolgreich abgeschlossen werden, da die grösste Hürde bereits aus dem Weg geräumt war.
Das Projekt war keine reine Migration, sondern eine strategische Modernisierung, die der Telekom eine nachhaltige Basis für den Erfolg im Glasfasermarkt sichert.
Spadoom hat nicht nur migriert, sie haben unsere Architektur neu gedacht. Ihr tiefes Verständnis für Integrationsmuster und ihre strategische Beratung waren entscheidend, um unsere technische Blockade zu lösen. Sie haben das Chaos entwirrt und den Weg für eine wirklich agile Plattform geebnet.
— Head of Enterprise Architecture, Telekom FTTH