
Wie Sie Ihren Accelerator-basierten Storefront auf den Composable Storefront migrieren
Janko Spasovski
SAP Commerce Developer, Spadoom AG
Die E-Commerce-Welt entwickelt sich in einem Tempo, bei dem man schwindelig wird. Unternehmen suchen ständig nach Wegen, die Kundenerfahrung zu verbessern und ihre Abläufe zu optimieren. Die Migration von einem Accelerator-basierten Storefront zu einem Composable Storefront ist ein konkreter Schritt in diese Richtung, ermöglicht durch die SAP Commerce Cloud Software, die von Gartner als #1 Lösung für B2B und B2C eingestuft wurde.
In diesem Leitfaden behandeln wir den Prozess dieser Migration im Detail. Von den Grundlagen bis zum Go-Live. Also, los geht’s.
Überblick: Accelerator-basierter vs. Composable Storefront
SAPs Accelerator-basierter Storefront und Composable Storefront sind zwei grundverschiedene Ansätze für SAP Commerce Cloud. Beide ermöglichen digitale Commerce-Erlebnisse. Aber der Teufel steckt im Detail.
Accelerator-basierte Storefronts waren lange die zuverlässige Wahl. Robust, bewährt. Aber mit dem Aufkommen flexiblerer Lösungen haben sich Composable Storefronts als die adäquatere Option etabliert.
Accelerator-basierter Storefront
Accelerator-basierte Storefronts sind vorkonfigurierte, vorlagengesteuerte E-Commerce-Lösungen. Schnell lanciert, mit Standardfunktionalitäten für gängige Anforderungen. Solide Grundlage, aber prima vista erkennt man die Grenzen:
Vorkonfigurierte Vorlagen für verschiedene Branchen. Einsatzbereit, aber starr.
Standardfunktionalitäten wie Produktkataloge, Warenkorb und Zahlungsgateways. Das Übliche.
Eingeschränkte Anpassung. Änderungen sind möglich, erfordern aber erheblichen Aufwand.
Skalierungsbeschränkungen. Wachstum bis zu einem gewissen Grad? Ja. Explosive Expansion? Schwierig.
Composable Storefront
Composable Storefronts basieren auf einer modularen Architektur. Unternehmen stellen ihren Online-Shop aus unabhängigen Komponenten zusammen. Grössere Flexibilität, genau zugeschnitten auf einzigartige Bedürfnisse, mit der Fähigkeit, sich mit dem Markt weiterzuentwickeln.
Modulare Architektur. Komponenten hinzufügen, entfernen oder ersetzen, ohne das Gesamtsystem zu beeinflussen.
Hohe Anpassbarkeit. Massgeschneiderte Lösungen für spezifische Geschäftsanforderungen.
Skalierbar. Leicht anpassbar an Wachstum, neue Features, neue Märkte.
Integrationsfreundlich. Nahtlose Integration mit Drittanbieter-Services und Tools.
Warum wechseln?
Die Migration ist ein strategischer Schritt mit konkreten Vorteilen:
Verbesserte Flexibilität. Schnelle Anpassung an veränderte Marktanforderungen. Komponenten nach Bedarf modifizieren oder hinzufügen.
Grössere Anpassbarkeit. Im Gegensatz zu den starren Accelerator-Vorlagen ermöglicht der Composable-Ansatz einen wirklich einzigartigen Online-Shop, der Ihre Marke widerspiegelt.
Verbesserte Skalierbarkeit. Die modulare Natur stellt sicher, dass der Storefront mit dem Unternehmen mitwächst. Mehr Traffic, breitere Produktlinien, neue Märkte, ohne umfangreiche Neugestaltung.
Nahtlose Integration. Reibungslose Anbindung an CRM, ERP, Marketing-Automatisierungstools und mehr. Alles fliesst.
Zukunftssicherheit. Wer sich für den Composable-Ansatz entscheidet, investiert in eine Lösung, die sich mit technologischen Fortschritten weiterentwickelt. Langfristige Relevanz statt kurzfristiger Flickschusterei.
Ausrichtung auf moderne digitale Strategien. Agilität, Sicherheit, Kundenorientierung und datengestützte Entscheidungsfindung. Das Sprichwort sagt: Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind günstig.
Der Migrationsprozess: 10 Schritte

Die Entscheidung zur Migration ist nicht nur ein technologisches Upgrade. Sie definiert neu, wie Ihr Unternehmen online agiert. Für Automotive, Konsumgüter, Medizin, Chemie, Industrieausrüstung, Retail. Der Grundstein für kontinuierliche Innovation.
Schritt 1: Kompatibilität und Anforderungen evaluieren
Bevor Sie loslegen: Bewerten Sie die Kompatibilität Ihres aktuellen SAP Commerce Cloud Accelerator Storefronts mit dem Composable Commerce Storefront.
Konkret: Verstehen Sie die zugrunde liegenden Technologien, Architekturänderungen und Abhängigkeiten. Bewerten Sie die Kompatibilität des bestehenden Systems mit der neuen Plattform. Analysieren Sie, wie vorhandene Features und Funktionalitäten in die neue Umgebung übertragen werden. APIs, Extensions, Anpassungen, alles auf den Prüfstand.
Schritt 2: Die Migrationsstrategie planen
Ein durchdachter Plan ist das Fundament. Ohne Plan, ohne Erfolg.
Ziele und Umfang definieren. Performance verbessern, Benutzererfahrung optimieren, Anpassungsmöglichkeiten erweitern. Klare Ziele, klarer Umfang, klarer Zeitplan.
Ressourcen abschätzen. Entwickler, Administratoren, Tools. Was brauchen Sie konkret?
Risikobewertung. Datenverlust, Ausfallzeiten, Kompatibilitätsprobleme. Risiken erkennen, Gegenstrategien entwickeln.
Zeitplan planen. Ausreichend Zeit für jede Phase, inklusive Tests und Qualitätssicherung. Keine Abkürzungen.
Schritt 3: Die Entwicklungsumgebung einrichten
Die notwendigen Software- und Tools installieren und konfigurieren. IDE, Versionskontrollsystem, Bibliotheken, Build-Tools. Alles kompatibel mit der Composable Commerce Plattform.
Die Entwicklungsumgebung muss die Produktionsumgebung so genau wie möglich widerspiegeln. Nur so testen Sie unter realistischen Bedingungen.
Schritt 4: Die Composable Commerce Storefront Architektur verstehen
Machen Sie sich mit den Schichten, Modulen und Komponenten vertraut. Identifizieren Sie, wie bestehende Funktionalitäten in die neue Architektur übertragen werden. Nutzen Sie die verfügbare Dokumentation für Best Practices und Richtlinien.
Schritt 5: Anpassungen und Extensions analysieren
Anpassungen und Extensions im bestehenden System müssen sorgfältig analysiert werden. Welche Komponenten migriert werden müssen, welche Modifikationen oder Neuentwicklungen notwendig sind, um in die neue Composable Architektur zu passen.

Schritt 6: Komponenten neu aufbauen oder anpassen
Die eigentliche Entwicklungsarbeit. Tools, APIs und Dokumentation nutzen, um Komponenten gemäss den Composable Commerce Richtlinien neu aufzubauen oder anzupassen. Funktionalität entwickeln, Kompatibilität sicherstellen.
Schritt 7: Daten und Konfiguration migrieren
Kritische Phase. Daten vom Accelerator-basierten System transformieren und auf das Composable System mappen. Integrität und Konsistenz gewährleisten. Konfigurationsdateien anpassen.
Schritt 8: Testen und validieren
Hier wird nicht gespart. Konkret:
Funktionale und nicht-funktionale Tests. Alle Funktionalitäten validieren, Performance und Sicherheit prüfen.
Performance- und Sicherheitstests. Systemleistung unter verschiedenen Lasten bewerten, Sicherheitsmassnahmen überprüfen.
Daten- und Konfigurationstests. Korrekte Migration verifizieren, Konsistenz sicherstellen.
Benutzeroberflächen- und UX-Tests. Entspricht die Oberfläche den Erwartungen und Qualitätsstandards?
Integrations- und API-Tests. Ordnungsgemässe Integration mit Backend und Drittanbieter-Anwendungen validieren.
Regressionstests. Sicherstellen, dass der Migrationsprozess keine neuen Defekte eingeführt hat.
Schritt 9: Bereitstellen und Go-Live
Produktionsumgebung einrichten und konfigurieren. System während der ersten Go-Live-Phase genau überwachen, um Probleme schnell zu erkennen und zu beheben.
Schritt 10: Post-Migrations-Support und -Optimierung
End-Usern und Stakeholdern den notwendigen Support und Schulungen bieten. System regelmässig überprüfen und optimieren. Verbesserungen und Updates implementieren, um den Storefront mit Geschäftszielen und Markttrends in Einklang zu halten.
Diese zehn Schritte bieten eine umfassende Roadmap. Wer ihnen folgt, stellt eine erfolgreiche Migration sicher, die die Vorteile von Composable Commerce voll ausschöpft.
Best Practices für die Migration
Die Migration ist ein komplexer Prozess, und es ist leicht, Fehler zu machen. Nota bene: Diese Best Practices helfen Ihnen, typische Fallstricke zu vermeiden:
Relevante Stakeholder einbeziehen. Geschäftsführung, Entwickler, End-User. Ausrichtung auf Geschäftsziele und Nutzerbedürfnisse sicherstellen.
Regelmässige Kommunikation und Updates. Transparente Kommunikation während des gesamten Prozesses. Alle Beteiligten regelmässig über den Fortschritt informieren.
Angepasster Ansatz. Jede Migration ist einzigartig. Den Ansatz an die spezifische Umgebung, Anforderungen und Einschränkungen anpassen.
Auf die neueste Version von SAP Commerce Cloud aktualisieren. Migration zum Composable Storefront erst nach dem Upgrade auf die neueste Version starten. Auf keinen Fall mit einer On-Premise SAP Commerce Version fortfahren, die bald ihr EoMM erreicht.
Brauchen Sie Hilfe? Wir sind da.
Als SAP Gold Partner mit Spezialisierung auf digitale und massgeschneiderte Softwareentwicklungslösungen bietet Spadoom umfassende Expertise in der SAP-Implementierung. Wir verstehen die Feinheiten der SAP Commerce Cloud Migration und wissen, dass jedes Unternehmen seinen eigenen individuellen Plan braucht.
Mit Erfahrung in Automotive, Konsumgüter, Medizin, Chemie, Industrieausrüstung und Retail passen wir unsere Lösungen an Ihre spezifischen Anforderungen an. Nehmen Sie Kontakt auf, und unser Expertenteam führt Sie durch den gesamten Migrationsprozess.
Bereit zur Migration?
Die Migration vom Accelerator-basierten zum Composable Storefront ist ein konkreter Schritt hin zu einer agileren, anpassbareren und skalierbareren E-Commerce-Lösung. Dieser Leitfaden hat die Roadmap geliefert, von der Kompatibilitätsbewertung bis zum Post-Migrations-Support.
Egal in welcher Branche Sie tätig sind: Diese Migration kann Ihre Online-Abläufe neu definieren und den Grundstein für kontinuierliches Wachstum legen. Und ein guter Partner wie Spadoom macht diese Reise deutlich einfacher.
Lösungen für E-Commerce
Erfahren Sie, wie SAP Commerce Cloud Ihr Unternehmen voranbringen kann.
Verwandte Artikel

SAP Composable Storefront vs React/Next.js: Wann welche Lösung die richtige ist
SAP's Composable Storefront liefert ein Angular-basiertes Storefront mit integrierter Commerce-Cloud-Anbindung. React/Next.js gibt Ihnen volle Freiheit. Die richtige Wahl hängt von Team, Timeline und Langzeitstrategie ab. So entscheiden Sie.

SAP Customer Data Platform: Wann Sie sie wirklich brauchen
CDP ist das meistverkaufte Produkt der SAP CX-Suite. Hier erfahren Sie, wann Sie es wirklich brauchen — und wann nicht.

SAP Emarsys vs. Standalone-Marketing-Automation: Ein ehrlicher Vergleich
Wann macht SAP Emarsys Sinn, und wann ist ein eigenständiges Tool wie HubSpot oder Mailchimp die bessere Wahl? Ein ehrlicher Vergleich ohne SAP-Fanboy-Bias.